Kann Ihre Persönlichkeit vorhersagen, welche Uhr Ihnen gefällt?
Stellen Sie sich vor, Sie swipen durch Uhrendesigns wie durch ein Dating-Profil. Nach links, wenn Sie ein Modell kalt lässt. Nach rechts, wenn es Sie anspricht. Was, wenn sich aus diesen Entscheidungen ein Muster ablesen ließe, das tiefer reicht als Geschmack? Ein Muster, das etwas über Ihre Persönlichkeitsmerkmale verrät?
Genau dieser Frage gehe ich in meiner aktuellen Forschung nach.
Die Ausgangsüberlegung
Wir treffen ständig ästhetische Entscheidungen, meist ohne bewusst kognitiv zu hinterfragen "Warum gefällt mir das?".
Die Wahl des Fahrzeugmodells, bei der Wahl eines neuen Kleidung- oder Schmuckstückes oder bei der Wahl der richtigen Armbanduhr.
Ein Ziffernblatt wirkt ansprechend, ein anderes nicht.
Ein Gehäuse fühlt sich stimmig an, ein anderes fremd.
Diese Urteile erscheinen spontan und individuell. Doch sind sie wirklich zufällig? Oder folgen sie einer inneren Logik, die mit unserer Persönlichkeit zusammenhängt?
Die zentrale Frage meiner Forschung lautet: Lässt sich aus Persönlichkeitsdimensionen vorhersagen, welche Uhrendesigns ein Mensch als ansprechend empfindet?
Der Ansatz
Um das zu untersuchen, habe ich ein Verfahren entwickelt, das sich bewusst an vertraute Swipe-Mechaniken anlehnt. Teilnehmende bewerten eine systematisch variierte Auswahl von Uhrendesigns und beantworten parallel validierte Persönlichkeitsitems.
Das Besondere liegt in der Kontrolle der Reize. Jedes Design unterscheidet sich entlang klar definierter Merkmale: Gehäusematerial, Ziffernblatt, Indizes, Zeiger, Komplikationen, Form und Band. Diese systematische Variation erlaubt es, präzise herauszuarbeiten, welche gestalterischen Attribute mit welchen Persönlichkeitsdimensionen zusammenhängen. Über eine Conjoint-Analyse lässt sich anschließend nachvollziehen, welche Merkmale eine Vorliebe tatsächlich treiben.
Warum das interessant ist
Sollte sich ein Zusammenhang zeigen, hätte das Konsequenzen weit über Uhren hinaus. Es würde bedeuten, dass ästhetisches Empfinden kein reiner Zufall ist, sondern ein Fenster in die Persönlichkeit. Für die Forschung eröffnet das neue Perspektiven auf das Verhältnis von Charakter und Gestaltung. Für die Praxis entsteht die Grundlage für Empfehlungen, die auf Verständnis statt auf Vermutung beruhen.
Jetzt sind Sie gefragt
Diese Forschung lebt von Teilnehmenden. Wenn Sie neugierig geworden sind, lade ich Sie herzlich ein, selbst zu swipen und Teil der Studie zu werden. Es dauert nur wenige Minuten, macht überraschend Spaß und trägt zu einer Fragestellung bei, die bisher kaum jemand untersucht hat.
Sind Sie dabei? Dann klicken Sie hier:
Ich danke Ihnen für Ihre Teilnahme und freue mich auf spannende Ergebnisse!



Kommentare